| Retention |
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Unter dem Begriff Retention versteht man geeignete kieferorthopädische Maßnahmen, die dazu dienen, eine gewünschte Zahnstellung oder Kieferstellung dauerhaft zu stabilisieren.
Beispiele: Wenn z.B. der Unterkiefer eines jugendlichen Patienten durch eine kieferorthopädische Behandlung in eine bessere Position zum Oberkiefer verlagert wurde, so müssen sich erst allmählich die umgebenden Gewebsstrukturen (Muskeln, Kiefergelenke) an die neuen Gebenheiten anpassen. Erst nach einem Adaptionszeitraum von einem ¾ - 1 Jahr kann mit einer stabilen, neuen Unterkieferlage gerechnet werden. Wenn z.B. ein Zungenfehlverhalten beim Schlucken zu einem offenen Biss im Frontzahnbereich geführt hat, muss neben einer kieferorthopädischen aktiven Schließung des offenen Bisses auch eine Beseitigung des Zungenfehlverhaltens vorgenommen werden. Die Behandlung solcher Zungendysfunktionen übernimmt eine Logopädin. Nach einer genauen Untersuchung des Umfangs der Zungenfehlfunktion wird mittels einer sogenannten myofunktionellen Therapie eine Umgewöhnung der Zunge beim Schlucken trainiert. Die myofunktionelle Therapie sollte vor dem Ende der aktiven kieferorthopädischen Behandlung erfolgreich abgeschlossen sein, um einem Rezidiv zum offenen Biss, verursacht durch die Zunge, wirksam vorzubeugen. Folgende Retentionsmaßnahmen stehen zur Verfügung:
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